DIY – Wie Du Dir eine Tasche aus einer alten Jeans nähst

Die Weihnachtsfeiertage sind schon lange vorbei…. und Du passt immer noch nicht in Deine Lieblings-Jeans?

Dieses Jahr hast Du keine Lust, Dich mit Diäten und Sport wieder hineinzuhungern, aber wegwerfen willst Du das gute Stück auch nicht …also was tun? Näh Dir einfach eine stylische Tasche daraus – so wie Kollegin Nicola aus dem Kundendienst. Sie wollte eine Tasche, in der sie problemlos und aufrecht stehend eine Flasche Wasser und ihren Smoothie-Becher transportieren kann. Zudem soll sie über ein großes Innenfach mit Reißverschluss verfügen, um wichtige Dinge, wie Schlüssel und Portemonnaie sicher zu verstauen.

Da man so eine Tasche meistens nicht kaufen kann, nähst Du sie Dir am besten nach eigenen Vorstellungen und für Deine speziellen Bedürfnisse selbst. Wir zeigen Dir, wie einfach es geht.

Als Nähanfänger kannst Du die Innentaschen im Futter auch erst einmal weglassen und die Tasche einfach nur mit einem Stoff abfüttern. Diese Tasche ist äußerst stabil und hält einiges aus, so dass Du jahrelang Freude dran haben wirst. Eben ein Freund für´s Leben!

Du brauchst:

1 Jeans
Futterstoff (je nach Größe der Hose)
Stecknadeln und/oder Klammern
passendes Nähgarn
evtl. 1 Reißverschluss für das Innenfutter
1 Schere
1 Nähnadel
1 Nähmaschine (oder jemanden, der eine hat und Dir hilft)

So geht’s:

Schritt 1:

Breite die Hose auf einem Tisch aus und lege die Taschengröße fest.

Schritt 2:

Die Hosenbeine schneidest Du entsprechend ab, je nachdem wie groß Deine Tasche werden soll. Achte darauf, dass beide Hosenbeine möglichst gleich lang abgeschnitten werden.
Achtung: Aus den abgeschnittenen Hosenbeinen werden die Trägerriemen genäht, also diese nicht wegwerfen. Pro Riemen brauchst Du ca. 55 cm Jeansstoff in der Länge.

Schritt 3:

Schneide die innere Naht zwischen den Hosenbeinen raus.

Schritt 4:

Nun drehst Du die Hose um, dass die linken Stoffseiten außen liegen und Vorderhose auf Vorderhose, Hinterhose auf Hinterhose liegt. Dann rechts und links die Seiten korrigieren und möglichst grade abschneiden. Hierbei kannst Du verschlissene Stellen mit abschneiden, siehe Video. Wenn alles begradigt ist, mit Stecknadeln oder Klammern zusammenstecken und absteppen.

Schritt 5:

Danach legst Du die Jeans so hin, dass der Reißverschluss vorne ist, die linke Stoffseite ist wieder zu sehen. Nun die Länge korrigieren, abstecken und absteppen.

Schritt 6:

Jetzt drehst Du die Tasche  auf rechts und schneidest ein Rechteck aus dem Futterstoff zu. Dieses Rechteck liegt am unteren Ende der Tasche im Stoffbruch, ist damit also doppelt so lang, wie die Tasche. Es sollte in der Breite der Tasche entsprechen, oben jedoch beidseitig ca. 5 cm länger sein.

Schritt 7:

Wenn Du Anfänger bist, kannst Du die Innentaschen und die Schritte von Schritt 7 und 8 weglassen. Dann nähst Du die Seiten des Futters einfach nur zusammen. Somit entsteht eine zweite Tasche aus Futterstoff.

Schritt 8:

Wenn Du Innentaschen nähen möchtest, kannst Du Dir diese nun nach Deinen Vorstellungen gestalten und auf das Futter-Rechteck aufnähen. Ich habe mich für ein Futter aus Wildleder-Imitat entschieden, da dieses fest und stabil ist, so dass mein Smoothie-Becher und die Wasserflasche gut und auslaufsicher darin gehalten werden. Futter-Taschen nähen – so geht’s:

Quelle: YouTube, Kanal: ChezNU-Family

Schritt 9:

Nun wird die Futter-Tasche in die Jeans-Tasche links auf links hineingesteckt. Von außen siehst Du die Jeans-Tasche und wenn Du hineinschaust, siehst Du das Futter. Beides von der “schönen” Seite. Nun drehe die Tasche um, dass das Futter außen liegt. Schiebe nun mit der Hand beide Taschen in den unteren Ecken gut zusammen und stecke die Spitzen fest. Arbeite hier sehr sorgfältig, damit keine Falten entstehen. Nun werden die beiden Ecken abgesteppt und ein Taschenboden entsteht. Dies ist der schwierigste Teil der Tasche. Schau Dir dazu auf jeden Fall vorher das Video an. Wenn diese beiden Abnäher gut geworden sind, kannst Du die Spitzen abschneiden und mit Zick-Zack-Stich versäubern.

Schritt 10:

Jetzt werden die Trägerriemen genäht. Die Länge sollte mindestens 55 cm betragen, je nachdem, wie lang Du die Riemen haben möchtest. Ich habe beide Riemenseiten aus Jeans-Stoff gearbeitet und dafür zwei Stücke von 15 cm x 55 cm aus den abgeschnittenen Hosenbeinen zugeschnitten. Diese dann im Stoffbruch rechts auf rechts gelegt, mit Klammern festgesteckt und abgesteppt. Du kannst eine Riemenseite auch aus Futterstoff arbeiten. Dann beide Stoffe rechts auf rechts an 3 Seiten zusammennähen. Eine kurze Seite muss immer offen bleiben, um den Träger zu wenden.

Schritt 11:

Beide Trägerriemen wenden, so dass die schöne Seite beidseitig außen zu sehen ist.

Schritt 12:

Dann steckst Du die Riemen im Inneren der Tasche fest, d.h. ein Riemen kommt in die Taschen-Vorderseite und einer in die Taschen-Rückseite. Beide Riemen-Enden werden mit Stecknadeln fixiert und mit je 1-2 Nähten festgesteppt. Schau dabei, dass sie ungefähr auf gleicher Höhe liegen, damit die Tasche später gut zu tragen ist.

Schritt 13:

Nun schlägst Du die Futter-Tasche am oberen Rand ca. 1,5 cm um und steckst sie rundum mit Stecknadeln fest. Prüfe zwischendurch, ob die Innentasche nicht spannt und nicht zu viel Stoff hat. Wenn alles gut sitzt, steppe das Futter fest. Es ist empfehlenswert, direkt am Knopf anzufangen und dort auch wieder zu enden. Das Stückchen direkt hinterm Knopf kannst Du dann mit ein paar Stichen per Hand annähen.

Schritt 14:

Die fertige Tasche kannst Du dann individuell noch verzieren, beispielsweise mit einem Gürtel, Schlüsselanhängern, Ansteckern, Aufnähern oder was Dir sonst noch gefällt.

Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nicolas Tasche hat nun ein großes Reißverschluss-Fach und sie kann ihren Smoothie-Becher und ihre Wasserflasche super unterbringen.

Wenn Du Dir auch so eine Tasche nähen möchtest, schau Dir am besten das nachfolgende Video nochmal an. Hier wird Dir alles nochmal super erklärt:

Quelle: YouTube, Kanal: ChezNU-Family

Viel Spaß und gutes Gelingen beim Nachmachen!

Danke an Nicola aus underem Kundendienst für den tollen DIY-Beitrag! 🙂