The Minimalist in der Küche – mit 3 Lebensmitteln ans Genussziel

Inspiriert durch einen terminfreien Sonntag und einem Date mit Netflix.

The Minimalist – klingt interessant. Eine Dokumentation in der 2 Freunde beschließen glücklich zu sein. Sie analysieren sich gegenseitig und stellen sich die Frage, wie sie das schaffen können. Die Lösung ist relativ simpel. Weniger ist häufig mehr. Sich auf das wesentliche konzentrieren und jede Investition bewusst tätigen und erleben. Darum geht es! Bewusst Leben, bewusst die Zeit nutzen und dem Konsumrausch mir rationaler Abwägung und breiter Brust entgegen frönen.

Der Trend, das Bewusstsein wieder aktiv in den Vordergrund zu stellen, bringt auch mich ins Grübeln. Brauche ich diese ganzen Klamotten in dem riesigen Kleiderschrank wirklich? Ein paar Minuten später schmeiße ich jede Menge Pullis, Shirts, Tops und Abendkleider in allen Größen auf den Boden. Nach kurzer Zeit stellt sich mit dieser bewussten Entscheidung zu jedem Teil ein sehr befreiendes Gefühl ein. Nein – ich brauche es wohl nicht, sonst hätte ich es in den letzten 2 Jahren vermutlich einmal getragen.

Dann geht es in Richtung Kühlschrank! Für einen zwei-Personen-Haushalt stehen hier ganz schön viele verschiedenen Sorten Senf, Pesto und vieles mehr rum und ich schäme mich für die verschimmelten Karotten, die wieder einmal im Müll landet. Eine logische und moralisch vertretbare Begründung gibt es für dieses Verhalten nicht – dessen bin ich mir bewusst. Relativ schnell kommt mir die Idee, die Entscheidung für einen bewussten und reflektierten Konsum auf den nächsten Supermarktkauf zu adaptieren. Sollte nicht jeder von uns in der heutigen Zeit Lebensmittel bewusst einkaufen und konsumieren? Die Wegwerfgesellschaft ist klar auf dem Rückzug und der Genuss steht für viele wieder im Vordergrund.

Deshalb möchte ich einen Selbstversuch starten! Mein Plan ist, bei der Kreation meiner Mahlzeiten sowohl morgens, mittags als auch abends mit nur 3 Haupt-Lebensmitteln auszukommen.

Das sollte doch nicht so
schwer sein, oder?

Ich suche noch am selben Abend drei spannende Rezeptvorschläge raus, die ich – ergänzend zu meinen Selbstversuch – natürlich gerne über diesen Weg mit Euch teilen werde. Doch eins nach dem anderen. Im ersten Schritt muss ich die ausgewählten Lebensmittel einkaufen. Ähnlich wie beim Durchstöbern von diversen Onlineshops via schnell verfügbaren Apps, bin ich der Versuchung im Supermarkt komplett ausgeliefert. „Die Gummibärchen musst Du probieren und Kinderriegel hattest Du ja ewig nicht Zuhause. Die Blumen im Eingangsbereich solltest Du gleich auch unbedingt noch mitnehmen.“ – denke ich während ich durch die Regale des Supermarkts schlendere. Der innerliche Druck steigt! Ich bin schlicht weg von der vielfältigen Auswahl einzelner Produkte mit diesem mir neuen und bewussten Blickwinkel komplett überfordert. Wahnsinn!

Gar nicht so einfach, sich nur auf die Sachen zu konzentrieren, die man eigentlich einkaufen möchte. Und ja, ein bisschen stolz bin ich auf mich, mit diesen selektierten Lebensmitteln an der Kasse zu stehen.

Eine Sibylle ohne eine süße Versuchung zum Nachmittagskaffee gibt es nicht. Hier weiche ich eigentlich ganz klar vom eigentlich thematisiertem Minimalismus ab, aber mein Fabel für Süßes kann ich einfach nicht leugnen. 😉

Ich habe mich also für folgende Gerichte entschieden:

  • Erfrischende Grapefruit
  • Empanadas Veggie Style
  • Instant-Kokosmakronen
  • Frisches Fladenbrot

Die Rezepte findet ihr hier!

Lieben Gruß aus dem Sauerland.