#Watermelon Monday

Es war an einem Montag, als ich bei meinem wöchentlichen Einkauf nichtsahnend über diese Abnormität gestolpert bin. Mit einer Mischung aus Skepsis und Bewunderung stand ich im Laden und betrachtete die größte Wassermelone, die mir je vor die Augen getreten ist.

 

„So groß waren die früher aber noch nicht“, dachte ich mir als just in dem Moment der Verkäufer mein Interesse bemerkte. „12,5 Kilogramm! Wir haben eben extra gewogen!“, schrie er durch den Laden um mir dann in einem Verkaufsgespräch die Vorzüge seiner Wassermelonen anzupreisen. Alles klar, gegen Melonen ist schließlich nichts einzuwenden: Süß, lecker, voll mit sekundären Pflanzenstoffen. Aber in einer solchen Größe? Schon allein der Rückweg würde ein unüberwindbares Hindernis darstellen.

Die Vorstellung der erstaunten Gesichter, die dann zuhause die riesige Beute erblicken, war aber schon ziemlich cool.

„Impraktikabel“ dachte ich mir und trat den Rückweg ohne das Monster an. Mich ließ aber die Frage nicht los, wer Verwendung für 12,5 Kilogramm Wassermelone hat. Immerhin halten sich diese ja nur wenige Tage, wenn sie einmal angeschnitten sind. Vielleicht auch eine ganze Woche, wenn sie gekühlt werden… Aber wer hat bitte so einen großen Kühlschrank? Gedanklich landete ich irgendwann bei einem Zoo und es rasten Bilder von überforderten Tierpflegern durch meinen Kopf, die versuchen riesige Melonen-Berge gerecht unter streitenden Lemuren aufzuteilen.

Einige Wochen später, als ich das Thema bereits abgehakt hatte, erhielt ich bei meiner abendlichen Jagd nach den besten Youtube-Videos einen interessanten Vorschlag: Wassermelonen-Mojitos, Cocktails aus pürierter Wassermelone. Das Universum wollte nicht, dass ich dieses Thema abschreibe. Das Universum schickte mir ein Zeichen. Oder aber der lokale Gemüsehändler, er wird bei uns übrigens Gemüse-Achim genannt, hat ziemlich beeindruckende Fähigkeiten im Online Marketing. Wir werden es wohl nie erfahren. Auf jeden Fall überdachte ich meine einstige Abneigung gegenüber dem Melonen-Monster. So absurd war der Gedanke plötzlich nicht mehr, man könnte ja schließlich die eine Hälfte essen und die andere Hälfte an einem Sommerabend als Getränk servieren.

Ich machte mich also auf die Suche nach interessanten Rezepten und kaufte die Riesen-Melone schlussendlich dann doch. Nicht zum letzten Mal… so viel sei schon verraten.

 


Drink 1

Agua Fresca

Alkoholfrei, super erfrischend und genau so süß, wie man möchte. Agua Fresca schmeckt erfrischender und wässriger als Wasser selbst. Klingt komisch? Es ist super lecker, einfach mal ausprobieren:

Zutaten für 2 Personen:

  • 6 Gläser Wassermelonen-Stücke
  • 2 Gläser kaltes Wasser
  • Limettensaft (nach Belieben)
  • Minze (nach Belieben)
  • Zuckersirup (nach Belieben)

Die Wassermelonen-Stücke müssen mit Pürierstab, oder noch einfacher: im Standmixer mit dem kalten Wasser durchpüriert werden. Anschließend sollte der Saft gesiebt werden, damit die faserigen Stücke nicht im Glas landen. Daher macht es übrigens auch überhaupt nichts, wenn Eure Melone viele Kerne hat. Diese können mit püriert werden und bleiben dabei groß genug, um nicht durch das Sieb zu geraten.

Der Saft sollte dann in einem Glas mit viel Eis serviert werden und kann je nach Geschmack mit Minze und Limette gepimpt werden.

Mein Tipp: Wenn die Wassermelone nicht süß genug ist oder ihr zu viel Limettensaft hinzugebt, könnte dem Getränk etwas Süße fehlen. Dafür empfehle ich einfachen Zuckersirup. Dieser kann ganz einfach selbst zubereitet werden, indem die gleiche Menge an Wasser und Zucker kurz zusammen aufgekocht wird. Zuckersirup ist eine beliebte Zutat bei Barkeepern, denn dieser macht das Getränk nicht nur süßer, sondern sorgt auch für ein reichhaltigeres Gefühl im Mund.

 


Drink 2

Watermelon-Mojito

Das Getränk aus dem Youtube-Video. Nach einigen Selbstversuchen, die von mir für rein wissenschaftliche Zwecke betrieben wurden, kann ich folgendes Rezept empfehlen.

Zutaten pro Cocktail-Glas:

  • 4 cl weißer Rum
  • 2 cl Limettensaft
  • 4-5 Blätter Minze
  • Crushed Ice
  • Zuckersirup (nach Belieben)
  • Wassermelonen-Saft

Der Rum wird mit dem Limettensaft gemischt und in einem Glas mit Minze, Zuckersirup und Crushed Ice serviert. Die Minze sollte übrigens nicht mit einem Stößel zerkleinert werden, da diese dadurch zu bitter wird. Es reicht diese mit den Handflächen leicht zu schlagen, um die ätherischen Öle freizusetzen. Zum Abschluss wird das Glas mit püriertem Wassermelonen-Saft aufgegossen. Anders als beim Agua Fresca sollte die Wassermelone hier nicht mit Wasser gepanscht werden.

Mein Tipp: Wichtig ist bei diesem Rezept, dass weißer Rum verwendet wird. Brauner Rum hat durch die lange Lagerung im Holzfass ein zu starkes Eigenaroma für den subtilen Geschmack der Wassermelone.

 


Drink 3

Watermelon
Margarita Shots

Die perfekte Kombination zum Wassermelonen-Mojito! Wenn zu später Stunde die Gäste noch „aufnahmefähig“ sind und immer noch was von der Riesen-Melone übrig ist, wird es Zeit für die Margarita Shots!

  • 60 ml Tequila
  • 30 ml Triple Sec
  • 30 ml Limettensaft
  • Gefrorene Wassermelonen-Stücke
  • Salz
  • Limetten-Wedges

Bei der Vorbereitung den Rand der Shot-Gläser mit einem Limettenstück anfeuchten und dann in grob gemahlenes Salz „tunken“, sodass der gesamte Rand mit Salz versehen ist.  In einem Standmixer Tequila, Triple Sec, Limettensaft und gefrorene Wassermelonen-Stücke geben und pürieren. Wie viel Wassermelone genommen wird hängt ganz davon ab, wie stark der Shot später sein soll. Ich empfehle 2-3 Gläser voll. Die dickflüssige Eismasse dann vorsichtig in die Shot-Gläser gießen und mit den Limetten-Wedges dekorieren. Fertig.

Mein Tipp: Nicht jeder mag es salzig, lasst Euren Gästen die
Wahl und salzt nur eine Hälfte des Glases.

 

Vielen Dank fürs aufmerksame Lesen! Ich verspreche nichts aber eventuell sehen wir uns beim #TomatoTuesday wieder.